Ehrenkommandant Heinrich Roitner verstorben.

Am Donnerstag, 24. November 2022 ist unser Ehrenkommandant Heinrich Roitner im 69.Lebensjahr verstorben.

 

Im März 1971 trat Heini im Alter von 17 Jahren als aktives Mitglied bei der Feuerwehr Scharten ein. Mit großem Interesse und Engagement hat sich Heinrich mit den Aufgaben eines Feuerwehrmannes vertraut gemacht. Im Laufe seiner Feuerwehrlaufbahn wurden 17 Kurse an der Feuerwehrschule belegt – davon 1978 der Kommandantenlehrgang.

Von Anfang an hat Heini regelmäßig an den Landeswettbewerben teilgenommen, wo er das Goldene Leistungsabzeichen und sogar das Bayrische Leistungsabzeichen erworben hatte. Auch war er beinahe 20 Jahren als Bewerter auf Bezirks- und Landesebene tätig.

Unter Heinis Federführung und sein stätiges Betreiben wurde 1974 die erste Jugendgruppe in Scharten gegründet, wo auch einige Kameraden von uns den ersten Weg zum Feuerwehrwesen gefunden haben. Als Höhepunkt seiner Jugendarbeit war sicher, das im Jahr 1978 stattgefundene Jugendlager in Scharten.

Bei der Wahl im Jahre 1978 wurde Heinrich zum Zugskommandanten ernannt. Bei der Kommandowahl 1983 wurde er zum Kommandant Stv. und bei der darauffolgenden Wahl einstimmig zum Kommandanten gewählt. In Summe war er 15 Jahre lang, mit Unterbrechung, Kommandant der FF Scharten. 

Heinrich hat in seiner mehr als 50-jährigen Feuerwehrlaufbahn in vielerlei Hinsicht für unsere Feuerwehr gearbeitet und gewirkt. Unter seiner Führung konnten unter anderem unser erstes KLFA  1991, Tragkraftspritze FOX 1995, und das stille Alarmierungssysstem 1996 angeschafft werden.  Darüber hinaus hat er beim Zeughaus-Neubau maßgeblich mitgewirkt. Bei einem Gesamtaufwand von 7063 Stunden, wurden allein von Heinrich 971 Stunden aufgewendet. Heinrich war zweifellos eine Persönlichkeit, die die Entwicklung der Feuerwehr Scharten mitgeprägt und mitgestaltet hat, wie kein anderer. 

Die Leistungen von Heinrich wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Neben Medaillen für die Hochwassereinsätze und mehreren Ehrenzeichen für langjährige verdienstvolle Feuerwehrtätigkeit, erhielt er das Verdienstzeichen des ÖBFV 3. Stufe in Bronze; Überreicht vom damaligen Landesfeuerwehrkommandanten Dr. Wolfgang Kronsteiner.
Zudem wurde Heinrich im April 2013 zum Ehren-Hauptbrandinspektor ernannt.  

Deinem Einsatz und Deiner Tatkraft ist es zu verdanken, dass unsere Gemeinde heute eine moderne, schlagkräftige und gut ausgerüstete Feuerwehr besitzt, die jederzeit einsatzbereit ist.

Die Pflichterfüllung und die Arbeit für unsere Wehr und damit für die Bevölkerung unserer Gemeinde war für Heinrich stets eine Selbstverständlichkeit.

Danke für deine geleisteten Tätigkeiten, danke, dass Du über 5 Jahrzehnte deines Lebensweges gemeinsam mit uns gegangen bist. Wir werden Dir ein ehrendes und immerwährendes Andenken bewahren.

Stabsübung / WAS Stresstest

Eine besondere Übung fand am Freitag statt. 
Seitens Bezirksfeuerwehrkommando wurde eine Stabsübung vorbereitet. Sämtliche Feuerwehren im Bezirk Eferding waren daran beteiligt.

In Scharten wurde dies gemeinsam mit FF Finklham und FF Scharten durchgeführt. Man fand sich im Feuerwehrhaus der FF Scharten ein. Vor Beginn der tatsächlichen Übung, wurden die Mannschaften beider Wehren von Pflichtbereichskommandant Jörg Willnauer und Kommandant Patrick Pleckinger entsprechend informiert.
Danach wurde ein Stab gebildet. Ein Stab besteht aus Einsatzleiter, Leiter der Stabsarbeit und Führungsgruppen S1 – S6. Die Führungsgruppen bereiten für die Einsatzleiter unterschiedliche Themen auf, wie Personal, Lage, Einsatztaktik, Versorgung, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation. In unserem Fall waren daran 12 Feuerwehrführungskräfte beteiligt. 

Angenommen wurde dann ein überörtliches Ereignis, wie zB ein starkes Unwetter.
Szenarien wie abgedeckte Häuser, von Hagel zerstörte Dächer und darauffolgender Stromausfall mussten abgearbeitet werden. Unterschiedliche Fachkräfte wie Mitarbeiter der Energie AG, Bauhofmitarbeiter, Amtstierarzt, Höhenretter, etc. waren zu alarmieren.

 Die Einsätze kamen über verschiedene Kanäle an. Über Mobiltelefon, Festnetztelefon, aber auch über Funk und das Warn- und Alarmierungssystem prasselten die Notfälle auf die Stabsmitarbeiter ein.

Man kann sagen alle Beteiligten im Stab waren sehr intensiv beschäftigt. Zahlreiche Lehren konnte man daraus ziehen. 

Vielen Dank an alle Beteiligten für Ihr Mitwirken und für die Vorbereitung!